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Grüne Tipps und mehr

Weihnachtssterne

 

Der Weihnachtsstern, auch Poinsettie (Euphorbia pulcherrima) genannt, ist ein fixer Bestandteil der Adventsdekoration. Ob groß oder klein, mit roten, creme-, rosafarbenen oder mehrfärbigen Blättern sorgt diese beliebte Pflanze in Wohnräumen, Büros und Geschäften für vorweihnachtliche Stimmung.

Kurz zur Biologie
Ursprünglich stammt der Weihnachtsstern aus Mexiko und ist heute auch in den Wäldern der Tropen und Subtropen weit verbreitet. Dort wächst er als immergrüner, weit verzweigter Strauch, der eine Höhe von bis zu 4 m erreicht.

Die vermeintlichen Blüten, die so schön leuchten, sind sogenannte Hochblätter. Diese umgeben die echten Blüten, die unscheinbar klein und gelblich-grün gefärbt sind. Der Weihnachtsstern ist eine Kurztagspflanze, das heißt, er darf für ungefähr 10 Wochen nicht länger als maximal 12 Stunden Tageslicht ausgesetzt sein. Nur so blüht er in den Wintermonaten und entwickelt seine färbigen Hochblätter.

Aufgepasst!
Der Weihnachstern zählt zu den Wolfsmilchgewächsen. Dementsprechend enthält er einen Milchsaft, der leicht giftig ist und bei Kontakt Hautirritationen auslösen kann. Haustiere wie Hunde, Katzen, Vögel und auch Nagetiere sollten ferngehalten werden, da ein Verzehr der Blätter zu Vergiftungserscheinungen führen kann.

Pflege
Standort: Der Weihnachtsstern ist als Zimmerpflanze nicht nur beliebt, sondern fühlt sich in unseren Räumen und auch im Wintergarten sehr wohl: Er mag einen hellen Standort, zum Beispiel am Fenster, und Temperaturen zwischen 18 und 24 °C. Empfindlich reagiert er jedoch auf Zugluft und Kälte. Vorsicht: Der Kontakt mit der kalten Fensterscheibe kann die Blätter nachhaltig schädigen!

Bewässerung: Der Weihnachtsstern freut sich über regelmäßiges, aber sparsames Gießen, sobald der Erdballen trocken wird. Staunässe sollte vermieden werden.

Düngen: Wenn sich die unteren Blätter hellgrün verfärben, sollte der Weihnachtsstern etwa einmal pro Woche mit Dünger versorgt werden. Ideal geeignet ist Substral® Pflanzen-Nahrung.

Alle Jahre wieder
Weihnachtssterne sind mittlerweile derart preiswert, so dass jedes Jahr ein neues Exemplar gekauft wird, das in der Adventszeit mit seiner Farbenpracht für Freude sorgt. Alternativ kann die Pflanze mit den richtigen Pflegemaßnahmen auch im nächsten Jahr wieder zum „pünktlichen“ Blühen gebracht werden. Es ist nicht ganz einfach, aber mit dieser Anleitung sollte es gelingen:

  • von Jänner bis März: Weihnachtsstern regelmäßig, wie oben angeführt, wässern.
  • ab April: Allmählich immer weniger gießen und nach circa 1 bis 2 Wochen an einen kühlen Platz mit Temperaturen von circa 16 °C stellen (zum Beispiel Keller oder Garage).
  • ab Mitte Mai: Nach der Blüte die Triebe auf circa 10 cm Länge zurückschneiden, umtopfen, gut wässern und an einen hellen, warmen Fensterplatz bei 18 bis 24 °C stellen. Sobald die Pflanze neu austreibt, alle zwei Wochen mit Substral® Pflanzen-Nahrung düngen.
  • ab Juni: Pflanze nach draußen an einen halbschattigen Standort stellen; weiterhin regelmäßig gießen und mit Substral® Pflanzen-Nahrung düngen.
  • ab Juli: Jeden Trieb um circa 2,5 cm einkürzen, um einen gedrungenen Wuchs des Weihnachtssterns zu fördern.
  • ab Mitte August: Triebe erneut einkürzen und jeweils drei bis vier Blätter pro Trieb belassen. Die Pflanze nach drinnen an einen hellen Fensterplatz stellen. Weiterhin sparsam, aber regelmäßig gießen, sobald der Erdballen trocken ist und mit Substral® Pflanzen-Nahrung düngen.
  • ab September: Regelmäßig, aber sparsam wässern und düngen; die Temperaturen am Standort sollten bei mindestens 18 °C liegen.
  • Anfang Oktober: Ab jetzt ist der Weihnachtsstern zwischen 17 Uhr abends und 8 Uhr morgens in absoluter Finsternis zu halten (Beispiel: Aufbewahrung in einer Schachtel oder auch in einem Kasten). Tagsüber an den sonnigen Fensterplatz zurückstellen; weiterhin gießen und düngen. 
  • Ende November: Die Dunkelbehandlung beenden und die Pflanze am Fenster stehen lassen. Die neuen Blütenknospen sollten jetzt bereits sichtbar sein.
  • Dezember: Ab Mitte Dezember nicht mehr düngen, aber weiterhin wässern. Nun sollte der Weihnachtsstern wie gewünscht mit färbigen Hochblättern erstrahlen. 

 

Deko-Tipps
Der Farbenpracht des Weihnachtssterns bedarf nur wenig, um richtig in Szene gesetzt zu sein. Meist genügt bereits ein schöner Übertopf. Ergänzen lässt sich die weihnachtliche Dekoration durch Kerzen und Teelichter, in deren Schein die Blätter wunderbar leuchten.

Der Weihnachtsstern kann auch als Schnittblume verwendet werden: Hier empfiehlt es sich, den nach dem Schnitt austretenden Milchsaft in lauwarmem Wasser ausbluten zu lassen oder mit einem Feuerzeug abzuflämmen, bevor die Pflanzen in einer Vase hergerichtet werden. Auch in einem Steckschwamm macht sich der Weihnachtsstern prima – gerne auch in Kombination mit etwas Efeu, Moos, Kiefernzapfen oder Granatapfel. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt ... und fertig ist das individuelle Gesteck für den Weihnachtstisch.


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